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Ein einzelner Baum in einer weiten Landschaft bei Sonnenuntergang.

Tipps und Routen für Ihren Camperurlaub in Schweden

Zwischen Schärengärten, endlosen Wäldern und glitzernden Seen entdecken Sie mit dem Camper in Schweden jeden Tag neue Lieblingsorte – ganz entspannt im eigenen Reisetempo.

Abflughafen
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Zielflughafen
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Das erwartet Sie während eines Camperurlaubs in Schweden

Stellen Sie sich vor, wie Sie morgens die Camper-Tür öffnen und direkt auf einen stillen See, einen weiten Sandstrand oder eine schroffe Schärenküste blicken. In Schweden liegen idyllische Natur, charmante Kleinstädte und lebendige Metropolen wie Stockholm und Göteborg nur wenige Fahrtstunden auseinander. Mit dem Wohnmobil folgen Sie den Straßen entlang der Ostsee, durch das Bilderbuch-Schweden Småland, über die Westküste Bohuslän bis in die Wälder von Dalsland und Värmland. Unterwegs warten kinderfreundliche Freizeitparks, Astrid-Lindgren-Kulissen, Kulturstädte, Schlösser und Naturreservate. In diesem Reiseführer finden Sie Inspiration, konkrete Routenvorschläge und viele praktische Tipps, um Ihre Schweden-Camperreise Schritt für Schritt zu planen. Egal, ob Sie Ihren Camper in Schweden mieten oder mit dem eigenen bzw. einem in Deutschland gemieteten Wohnmobil anreisen – dieses wunderschöne Land ist wie geschaffen für eine Reise mit dem Wohnmobil.

Entwicklungen und Aktuelles zum Camperurlaub in Schweden

Ausbau nachhaltiger Camping-Infrastruktur in Süd- und Westschweden

Schweden investiert 2026 weiter in umweltfreundliche Campinglösungen: Zahlreiche Plätze entlang der Ostsee und an der Westküste integrieren E-Ladepunkte, energieeffiziente Sanitärgebäude und digitale Check-in-Systeme. Besonders Regionen wie Skåne, Småland und Bohuslän profitieren von Förderprogrammen, die nachhaltige Camperangebote unterstützen. Für Reisende bedeutet das mehr Komfort und eine noch besser planbare Versorgung – gerade für elektrische Camper, die zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Verbesserte digitale Routen- & Naturzugangsplanung für Nationalparks und Schärengebiete

2026 wird in vielen Regionen ein neues digitales Besucherlenkungssystem ausgerollt, das Campern hilft, Parkplätze, Stellplätze, Bootsanleger und sensible Naturschutzbereiche frühzeitig zu identifizieren. In Gebieten wie Södermanland, Dalsland und entlang der Schärenküsten sollen diese Tools Überlastungen vermeiden und zugleich die Natur schützen. Besonders praktisch: Echtzeit-Hinweise zu freien Stellplätzen, Verkehrsfluss und wetterbedingten Einschränkungen.

Nationalparks investieren 2026 in bessere Zugänglichkeit für Camper und Outdoor-Reisende

Schwedens Nationalparks – darunter Tiveden, Stenshuvud, Söderåsen, Tyresta und Dalsland Kanalregionen – verbessern 2026 ihre Besucherinfrastruktur speziell für naturverbundene Reisende mit Wohnmobil. Neue oder erweiterte Parkflächen für größere Fahrzeuge, modernisierte Informationszentren und klarer ausgeschilderte Wander- und Radwege erleichtern das Planen von Tagesausflügen. Zugleich werden empfindliche Naturbereiche durch gezielte Besucherlenkung geschützt, sodass Camper nachhaltig und naturverträglich reisen können.

Warum Schweden das ideale Ziel für Ihre Wohnmobilreise ist

Ein kleines, rotes Holzhaus am Wasser, umgeben von Felsen und Bäumen. Boote liegen im ruhigen Wasser, und der Himmel ist blau.
Schärenküsten, Seen und Ostseeidylle

Schweden vereint beeindruckende Küstenlandschaften mit sanfter Seen-Idylle. Vor Göteborg und entlang der Westküste Bohuslän locken tausende kleine Schäreninseln mit glattgeschliffenen Felsen, farbigen Holzhäusern und stillen Naturhäfen. Entlang der Ostsee zwischen Skåne, Blekinge und Småland reihen sich helle Sandstrände wie Sandhammaren, ursprüngliche Fischerdörfer und historische Städte wie Karlskrona und Kalmar aneinander. Dazwischen liegen große Binnenseen wie Vättern und Vänern, deren Ufer perfekte Plätze für Camping, Baden, Paddeln und Angeln bieten.

Weißer Campervan fährt auf einem Dammweg, mit Wasser auf der linken und Gras auf der rechten Seite, Berge im Hintergrund.
Entspannter Verkehr und campingfreundliches Land

Das Straßennetz in Schweden ist gut ausgebaut, der Verkehr gilt im europäischen Vergleich als entspannt, und selbst größere Distanzen fühlen sich angenehm an. Außer in wenigen Ausnahmen fallen auf schwedischen Straßen keine Mautgebühren an, was die Reisekasse schont. Über das Land verteilt finden Sie eine dichte Infrastruktur an Campingplätzen, Stellplätzen und Servicestationen für Wohnmobile. Das bekannte Jedermannsrecht prägt die Naturverbundenheit der Schweden – auch wenn es für motorisierte Fahrzeuge nur eingeschränkt gilt, ist die Haltung zur Natur und zum Draußensein ein großes Plus für Camper.

Ein traditionelles schwedisches Holzhaus mit einem roten Dach und einem Fahrrad davor. Die Szene ist ländlich und idyllisch.
Familienfreundliche Highlights und viel Freiraum

Schweden ist ein klassisches Familienziel: Kinderfreundliche Campingplätze, flache Strände, zahlreiche Spielplätze und Ausflugsziele wie Astrid Lindgrens Welt bei Vimmerby sorgen für entspannte Tage für Groß und Klein. Rote Holzhäuser, Bullerbü-Landschaften, Elchbegegnungen am Waldrand und Lagerfeuerabende am See schaffen Erinnerungen, die bleiben. Gleichzeitig kommen Paare und Aktivurlauber voll auf ihre Kosten: Kanu-Touren, Wandern, Radfahren, Kayakfahrten in den Schären, Kultur in Stockholm oder Göteborg und kulinarische Erlebnisse von Zimtschnecken bis zu Austern-Safaris.

Sehenswürdigkeiten für Ihren Camperurlaub in Schweden

Stockholm und der Schärengarten

Schwedens Hauptstadt liegt malerisch auf Inseln und verbindet königliche Pracht mit entspanntem Inselleben. In Gamla Stan spazieren Sie durch enge Gassen, besuchen Schlösser und Museen wie das Vasa-Museum. Mit Ausflugsbooten erreichen Sie den Schärengarten vor der Stadt und erleben Inseln, kleine Dörfer und Badeplätze – perfekt als Kontrast zu den Camper-Etappen.

Eine Reihe von bunten Häusern in Stockholm.
Insel Gotland mit Visby

Gotland gilt als eine der sonnenreichsten Regionen des Landes und vereint karge Küsten, Strände und bizarre Kalksteinformationen. Mittelpunkt ist die Hansestadt Visby mit Stadtmauer, Fachwerkhäusern, Kirchenruinen und Kopfsteinpflastergassen. Die Insel lässt sich hervorragend mit dem Wohnmobil umrunden – kleine Campingplätze, Naturstrände und stille Buchten liegen dicht beieinander.

Schärenküste Bohuslän: Marstrand bis Grebbestad

Entlang der Westküste zieht sich eine Kette von Inseln, Felsen und Fischerorten wie Marstrand, Skärhamn, Smögen, Hunnebostrand, Hamburgsund, Fjällbacka und Grebbestad. Hier flanieren Sie über Holzstege, beobachten Segelschiffe und genießen frische Meeresfrüchte. Kayaktouren, Angeln und Bootsausflüge machen die Schären zum idealen Spielplatz für Outdoorfans.

Malerische Küstenstadt in Schweden mit bunten Häusern am Wasser und Booten.
Vätternsee und Gränna

Der Vättern ist der zweitgrößte See Schwedens und bietet eine Mischung aus dichten Wäldern, Felsküsten und Sandstränden. Rund um Gränna, die Stadt der rot-weißen Polkagris-Bonbons, entdeckt man bunte Holzhäuser und schöne Aussichtspunkte über den See. Entlang des Ufers finden sich Campingplätze mit Badestegen, Wanderwegen und Möglichkeiten zum Beeren- und Pilzesammeln.

Vänern, Håverud und Schlösser am See

Der Vänern ist sogar größer als manche Meere und bietet eine abwechslungsreiche Küstenlinie mit Schären, flachen Badebuchten und weiten Ausblicken. Bei Håverud beeindruckt das historische Aquädukt, an dem Straße, Eisenbahn und Wasserweg spektakulär aufeinandertreffen. Entlang des Ufers warten Orte wie Karlstad oder Mariestad sowie Schlösser und Gutshöfe mit Gärten, Museen und Café-Kultur.

Ein Picknickkorb mit Speisen und Getränken.
Höga Kusten & Skuleskogen-Nationalpark

An der „Hohen Küste“ treffen steile Felsklippen, tiefe Wälder und weite Meerblicke aufeinander – ideal für kurze Stopps mit großem Panorama. Im Skuleskogen-Nationalpark führen gut begehbare Wege zu Aussichtspunkten, Schluchten und typischen Küstenwäldern, ohne dass Sie lange Anfahrten einplanen müssen. Mit dem Camper kombinieren Sie hier unkompliziert Wanderungen, Picknickplätze und ruhige Stell- bzw. Campingmöglichkeiten in Küstennähe.

Diese Orte müssen Teil Ihrer Route sein

Blick aus der Vogelperspektivea auf Blekinge. Wald, Grünfläche, Steg mit Boot.
Ostseeküste in Skåne und Blekinge

Von Trelleborg aus folgen Sie der Küste durch Skåne, wo weite Felder und lange Strände das Bild prägen. Am Sandhammaren erwartet Sie feiner, heller Sand und Dünenlandschaft – ideal für einen ersten Badestopp. In Blekinge mit Karlskrona und weiter nördlich in Kalmar treffen Sie auf Schäreninseln, historische Festungen und maritime Geschichte.

Traditionelles rotes schwedisches Haus mit weißen Fensterrahmen und grünem Garten.
Småland und das Astrid-Lindgren-Land rund um Vimmerby

Småland steht wie keine andere Region für das berühmte „Bullerbü-Schweden“ mit roten Holzhäusern, Wäldern, Seen und Hügeln. In und um Vimmerby tauchen Sie in die Welt von Astrid Lindgren ein – unter anderem im Erlebnispark „Astrid Lindgrens Welt“ mit nachgebauten Schauplätzen ihrer Bücher. Viele Campingplätze liegen direkt am Seeufer, von wo aus Sie paddeln, angeln oder einfach nur baden können.

Blick auf die bunten Häuser von Visby, ein Steg am Wasser, Cafe und Sitzmöglichkeiten dort. Blauer Himmel.
Insel Gotland und Visby

Von Oskarshamn oder anderen Fährhäfen setzen Sie mit dem Wohnmobil nach Gotland über. Die Insel lässt sich gut in mehreren Etappen umrunden: Steilküsten, lange Strände und die berühmten Raukar-Felsformationen wechseln sich ab. Visby ist das kulturelle Herz mit Stadtmauer, Kirchenruinen und einem lebendigen Restaurant- und Café-Angebot.

Eine Stadtansicht mit Gebäuden und einem Fluss.
Stockholm, Södermanland und Schären

Rund um Stockholm verbinden Sie Städteurlaub und Naturerlebnis auf engem Raum. In der Altstadt Gamla Stan, auf Södermalm und den Museumsinseln erleben Sie Geschichte, Kultur und moderne nordische Lebensart. Nur kurze Fahrten oder Bootstrips entfernt erreichen Sie Wälder, Seen und Inseln im Umland von Södermanland – ideal für Tagesausflüge und Campingplätze im Grünen.

Eine malerische Küstenlandschaft mit bunten Häusern, die sich an einen Hang schmiegen, und Booten im ruhigen Wasser. Die Szene ist lebhaft und einladend.
Schärenküste Bohuslän

Zwischen Kungälv und der norwegischen Grenze reiht sich ein Bilderbuch-Fischerort an den nächsten. Marstrand mit Festung Carlsstens Fästning, Skärhamn mit Kunstmuseum, das farbenfrohe Smögen mit seiner berühmten Holzpier, Fjällbacka und Grebbestad bilden eine perfekte Kulisse für mehrere Übernachtungen. Von hier aus starten Sie zu Kajaktouren, Angeltrips oder zu Hummer- und Austern-Safaris auf traditionellen Kuttern.

Eine Person sitzt entspannt in einem Holzstuhl am Wasser.
Dalsland, Håverud und die Wälder rund um den Vänern

Im Landesinneren führt Ihre Route nach Dalsland, eine Region mit dichten Wäldern und vernetzten Seen, die sich hervorragend zum Paddeln und Wandern eignet. In Håverud bewundern Sie das historische Aquädukt, wo Kanal, Straße und Bahnbrücke aufeinandertreffen. Entlang der Ufer des Vänern finden Sie kleine Häfen, Strände und Campingplätze mit weitem Blick über den riesigen See.

Blick auf die Stadt Helsingborg mit seinem Kirchturm und einigen Häusern. Im Hintergrund ist Wasser zu sehen.
Südwestschweden rund um Malmö und Helsingborg

Am Öresund erleben Sie urbane Atmosphäre und Küstenflair gleichzeitig. Malmö verknüpft moderne Architektur mit einer lebendigen Altstadt rund um den Lilla Torg und vielen Parks. Nördlich davon liegt Helsingborg mit Schlossruinen und Ausblicken über den Sund, während Strände und kleine Küstenorte sich ideal für entspannte Stopps mit dem Camper anbieten.

Reiseplanung für Wohnmobilreisende in Schweden

Die schönsten Routen durch Schweden

Die beste Reisezeit

Für einen klassischen Camperurlaub mit Badepausen, langen, hellen Abenden und gut zugänglichen Berg- und Waldwegen bieten sich vor allem die Monate mit milderen Temperaturen und stabilerem Wetter an. In dieser Zeit haben die meisten Campingplätze geöffnet und viele Freizeitangebote wie Bootstouren, Freizeitparks und Outdoor-Aktivitäten laufen im Vollbetrieb. Wer es ruhiger mag, reist außerhalb der Hauptferienwochen, wenn die Straßen leerer und die Campingplätze weniger ausgelastet sind. In der Übergangszeit kann es in Nord- und Mittelschweden frischer werden, dafür sind Mücken und Betrieb auf den Straßen zurückhaltender. Für Nordlichter und Winterlandschaften sind speziell die dunkleren Monate im hohen Norden interessant – dann eher mit festen Unterkünften oder wintertauglichen Reisemobilen.

Ein kleines, rotes Holzhaus mit einem weißen Zaun und einem grünen Garten, umgeben von Bäumen. Die Szene wirkt gemütlich und einladend.

Anreise aus Deutschland nach Schweden mit dem Camper

Für die Anreise nach Schweden bieten sich für Camperurlauber zwei unkomplizierte Optionen an: der Landweg über Dänemark oder eine Direktfähre nach Südschweden. Wer möglichst entspannt starten will, wählt oft die Fähre, weil lange Autobahnetappen wegfallen und man ausgeruht ankommt. Beim Landweg lassen sich dagegen flexible Stopps in Dänemark einbauen, dafür sollten Brücken- und Mautkosten in die Planung einfließen. Mit dem eigenen Camper lohnt sich vor der Abfahrt ein kurzer Technik-Check (Reifen, Licht, Gas, Wasser), damit die ersten Tage stressfrei beginnen. Bei Mietcampern ist wichtig, die Fahrzeugmaße für Fähre oder Brückentarife zu kennen und sich bei der Übergabe Zeit für Einweisung und Probefahrt zu nehmen. Insgesamt gilt: Je klarer Sie Route, Übergänge und erste Übernachtung vorab festlegen, desto entspannter startet der Schweden-Roadtrip.

Camper in Deutschland mieten

Tipps zur Routenplanung

Schweden wirkt auf der Karte kompakt, die Distanzen sind jedoch größer, als man auf den ersten Blick denkt. Planen Sie daher kurze Tagesetappen mit genügend Zeit für Stopps, Spaziergänge und spontane Umwege zu Seen, Stränden oder Aussichtspunkten ein. Eine sinnvolle Struktur ist, Regionen zu bündeln: etwa Ostseeküste und Småland, Westküste und Vänern oder eine reine Nordschweden-Tour. Berücksichtigen Sie Fährverbindungen – etwa nach Gotland oder auf kleine Inseln – frühzeitig in Ihrer Planung, vor allem wenn Sie mit einem größeren Wohnmobil unterwegs sind. Digitale Karten, Camper-Apps und klassische Reiseführer ergänzen sich ideal, um Stellplätze, Sehenswürdigkeiten und Versorgungsmöglichkeiten miteinander zu verbinden.

Eine rote Fischerhütte oder ein Bootshaus am Wasser, umgeben von Bäumen. Die Szene ist ruhig und sonnig.

Mit der Familie einen Camperurlaub in Schweden planen

Familien profitieren in Schweden von der hohen Kinderfreundlichkeit vieler Campingplätze und Ausflugsziele. Wählen Sie Etappen, die nicht zu lang sind, und bauen Sie regelmäßige Stopps an Badestellen, Spielplätzen oder kleinen Orten mit Cafés ein. Freizeitparks, Tierparks, kinderfreundliche Museen und Themenwelten wie Astrid Lindgrens Welt lassen sich gut als Fixpunkte in die Route integrieren. Auf Campingplätzen mit Spielwiese, kleinem Strand oder Bootsverleih haben Kinder schnell Anschluss, während Erwachsene entspannen können. Achten Sie darauf, ausreichend Proviant, Spiele und wetterfeste Kleidung dabeizuhaben – so bleibt die Stimmung auch bei einer Regenschauerfront entspannt.

Wie viel Zeit benötige ich für eine Wohnmobilreise in Schweden?

Für eine erste Rundreise durch Südschweden mit Küste, Småland und einer größeren Stadt sollten Sie mindestens zwei Wochen einplanen. Wer zusätzlich die Westküste und den Vänern erkunden möchte, ist mit drei Wochen gut beraten, um unterwegs nicht in Zeitdruck zu geraten. Für längere Touren in Mittelschweden oder bis in den hohen Norden lohnt sich ein großzügiges Zeitpolster, damit Sie Fahrstrecken, Wetter und spontane Entdeckungen entspannt ausbalancieren können. Grundsätzlich gilt: lieber weniger Regionen auswählen und diese intensiver erleben, als das ganze Land in zu kurzer Zeit „durchzufahren“. So bleibt Raum für Pausen, Gespräche mit Einheimischen und unerwartete Lieblingsorte.

Ein Mann sitzt im geöffneten Wohnmobil und blickt in die weite Natur, warmes Licht.

Wohnmobil fahren in Schweden

Im Vergleich zu dicht befahrenen mitteleuropäischen Straßen empfinden viele Reisende den Verkehr in Schweden als ruhig und gelassen. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden ernst genommen, und besonders in Orten, an Schulen und auf Landstraßen ist defensive Fahrweise wichtig. Halten Sie Ausschau nach Wildwechsel-Schildern – Elche und Rehe können vor allem in Waldgebieten und in der Dämmerung plötzlich die Straße kreuzen. In Städten sind Parkflächen meist gut ausgeschildert, und für Camper gibt es häufig spezielle Stellflächen oder Park&Ride-Möglichkeiten. Informieren Sie sich vor der Abreise über Tempolimits, Regelungen zum Alkohol am Steuer und Besonderheiten wie Lichtpflicht am Tag, damit Sie sicher unterwegs sind.

Seitenansicht eines geöffneten Wohnmobils, das für Wartungsarbeiten bereitsteht.

Reisevorbereitung vor dem Start Ihrer Route

Am Tag vor der Abreise lohnt es sich, den Camper in Ruhe zu checken: Wasser auffüllen, Gasvorrat prüfen, Stromkabel, Auffahrkeile und Verlängerungskabel bereitlegen. Größere Supermärkte in Städten wie Trelleborg, Malmö, Göteborg, Stockholm oder in regionalen Zentren eignen sich gut, um sich günstig mit Grundproviant, frischen Lebensmitteln und speziellen Produkten wie Gas oder Angelzubehör einzudecken. Das Tankstellennetz ist entlang der Hauptstraßen sehr gut, in abgelegenen Regionen und im Norden sollten Sie dennoch rechtzeitig nachtankten, bevor die Anzeige kritisch wird. Für die Stellplatzsuche sind der ADAC Camping- und Stellplatzführer sowie entsprechende Apps hilfreich. Weitere individuelle Tipps erhalten Sie in den ADAC Reisebüros, die Ihnen bei der Planung von Fähren, Zwischenübernachtungen und passenden Camper-Modellen helfen.

ROUTE 1: Südschweden zwischen Ostsee, Gotland und Stockholm

Tage 1–3: Trelleborg – Skåne-Küste – Sandhammaren – Kristianstad

Anreise nach Trelleborg, erste Übernachtung an der Küste von Skåne. Fahren Sie gemütlich über Ystad Richtung Sandhammaren, genießen Sie Strandspaziergänge und Dünenlandschaft. Weiter geht es über die Küstenorte nach Kristianstad oder in die Provinz Blekinge.

Ein Sandstrand mit Felsen und Meer.
Tage 4–5: Blekinge und Karlskrona – Kalmar

Entdecken Sie die Inselwelt vor Karlskrona, Spaziergänge im historischen Marinestützpunkt und Bootstouren durch die Schären. Anschließend führt die Küstenstraße nach Kalmar mit Burg, Altstadt und Blick auf die Insel Öland.

Tage 6–7: Småland mit Vimmerby und Seenlandschaft

Von Kalmar aus fahren Sie ins Binnenland nach Vimmerby und weiter durch Småland. Stationen können Seen mit Badestellen, Wanderwege, kleine Dörfer und das Kulturreservat Åsens By sein, das ein Dorf um 1900 nachzeichnet.

Tage 8–9: Oskarshamn – Fähre nach Gotland – Visby

Sie setzen mit der Fähre nach Gotland über und verbringen zwei bis drei Nächte auf der Insel. Erkunden Sie Visby, machen Sie Ausflüge zu Stränden, Steilküsten und Kalksteinformationen und genießen Sie die Weite der Landschaft.

Tage 10–11: Fähre nach Nynäshamn – Stockholm

Zurück auf dem Festland geht es nach Stockholm. Verbringen Sie mindestens zwei Tage, um Gamla Stan, Museen, Stadtviertel wie Södermalm und eine Bootstour in den Schärengarten zu erleben.

Tage 12–14: Durch Södermanland, Vättern und Småland zurück nach Trelleborg

Über Södermanland fahren Sie nach Süden, etwa über Gränna am Vättern, mit Zwischenstopps in kleinen Orten am See. Anschließend geht es durch Småland, vorbei an Wäldern und Seen, zurück Richtung Helsingborg, Malmö und zum Fährhafen Trelleborg.

Eine Stadtansicht mit Gebäuden und einem Fluss, umgeben von Herbstbäumen.

ROUTE 2: Westküste, Schären und rund um den Vänern

Tage 1–3: Göteborg entdecken

Anreise nach Göteborg, Stadtbummel durch Haga, Hafenviertel und Museen wie das Maritiman mit historischen Schiffen und U-Boot. Unternehmen Sie eine Schärenboot-Tour oder genießen Sie die Café-Kultur der Stadt.

Tage 4–6: Marstrand und Schärenküste Bohuslän

 Von Göteborg fahren Sie nach Kungälv und weiter nach Marstrand mit seiner Festung und Aussicht über das Kattegat. Dann folgen die Etappen entlang der Küste über Skärhamn nach Smögen, Hunnebostrand, Hamburgsund und Fjällbacka bis Grebbestad – mit Zeit für Kayak, Angeln oder eine Hummer- bzw. Austern-Safari.

Ein Ruderboot liegt am Ufer eines Sees, umgeben von Bäumen.
Tage 7–8: Tanumshede und Felszeichnungen – Dalsland

Im Hinterland bei Tanumshede bestaunen Sie die Felsritzungen der Bronzezeit (UNESCO-Welterbe) und besuchen das Museum Vitlycke. Weiter geht es in die waldreiche Region Dalsland mit Kanälen, Seen und Paddelmöglichkeiten.

Zwei Elche in einer Landschaft bei Sonnenuntergang.
Tage 9–10: Håverud und das Aquädukt – Südufer des Vänern

In Håverud treffen sich Straße, Bahn und Aquädukt – ein eindrucksvolles Technikdenkmal am Dalslandkanal. Von dort fahren Sie weiter an den Vänern, etwa Richtung Karlstad oder Bomstadbaden, wo lange Strände und Campingplätze am Seeufer warten.

Tage 11–12: Ostufer und Südufer des Vänern

Entlang des Sees bieten sich Stopps in kleineren Orten wie Mariestad und Lidköping mit Uferpromenaden, Häfen und Schlössern an. Nutzen Sie die Zeit für leichte Wanderungen, Radtouren am Seeufer oder Ausflugsboote.

Tage 13–14: Trollhättan – zurück nach Göteborg

Über Trollhättan mit Schleusen und Wasserfällen fahren Sie zurück nach Göteborg. Die letzten Tage eignen sich für einen weiteren Stadtbummel, einen Ausflug in nahe gelegene Naturreservate oder einfach zum Bummeln und Genießen vor der Heimreise.

ROUTE 3: Mittelschweden und Lappland – von Stockholm in den hohen Norden

Tage 1–3: Stockholm und Umland

Start ist Stockholm mit seinen Inseln, Museen und dem Schärengarten. Nach zwei Tagen Stadtprogramm fahren Sie über Uppsala oder andere Orte im Umland langsam nach Norden.

Tage 4–6: Küste von Höga Kusten oder Inland in Mittelschweden

Entlang der sogenannten Hohen Küste oder durchs wald- und seenreiche Inland erleben Sie ursprüngliche Landschaften und ruhige Campingplätze. Wanderrouten, Aussichtsberge und kleine Küstenorte bieten Abwechslung.

Die Skyline von Stockholm bei Sonnenuntergang, mit einem See und Gebäuden.
Tage 7–9: Lappland mit Wäldern, Fjälllandschaft und Rentieren

Nördlich des Polarkreises erwarten Sie weite Tundra- und Fjällgebiete, in denen Wanderwege, Sami-Kultur und klare Flüsse auf Sie warten. Ob Sie eher entlang der Hauptverkehrsachsen reisen oder in ruhigere Regionen ausweichen, hängt von der Jahreszeit und Ihrer Erfahrung ab.

Eine Person schwimmt in einem See bei Sonnenuntergang.
Tage 10–11: Seen und Flüsse auf dem Rückweg nach Süden

Auf dem Rückweg Richtung Mittelschweden folgen Sie großen Flusstälern und Seen, mit Pausen zum Angeln, Paddeln und für kleine Wanderungen. Campingplätze und einfache Stellplätze liegen häufig in Wassernähe.

Tage 12–14: Rückreise über Mittelschweden nach Stockholm

Die letzten Tage nutzen Sie für Stopps in charmanten Kleinstädten, weiteren Naturreservaten und an Badestränden an Seen. Zurück in Stockholm bleibt Zeit für einen letzten Stadtspaziergang, bevor es zur Fähre oder zum nächsten Reiseziel geht.

Fragen und Antworten zur Planung Ihres Camperurlaubs in Schweden

Brauche ich für eine Wohnmobilreise in Schweden einen internationalen Führerschein?

Für EU-Bürger reicht in der Regel der nationale Führerschein aus, wenn die Fahrzeugklasse abgedeckt ist. Es ist jedoch wichtig, vor der Buchung zu prüfen, welche Führerscheinklasse das gewünschte Wohnmobil erfordert, insbesondere bei größeren Fahrzeugen. Ein internationaler Führerschein kann zusätzlich sinnvoll sein, etwa wenn Sie mit Fährgesellschaften oder ausländischen Vermietern zu tun haben und Rückfragen vermeiden möchten. Informieren Sie sich vor Reiseantritt immer über die aktuell geltenden Bestimmungen der Behörden und des Vermieters, um auf der sicheren Seite zu sein.

Gilt das Jedermannsrecht auch für Wohnmobile – wo darf ich übernachten?

Das berühmte Jedermannsrecht erlaubt in Schweden grundsätzlich das kurzfristige Übernachten in der Natur – jedoch nicht mit motorisierten Fahrzeugen. Mit dem Camper dürfen Sie daher nicht einfach abseits von Straßen auf Wiesen, Feldern oder im Wald parken und campen. Nutzen Sie stattdessen offizielle Campingplätze, Wohnmobilstellplätze oder ausgewiesene Parkflächen, und achten Sie auf lokale Verbotsschilder an Rastplätzen oder Uferbereichen. So respektieren Sie Natur, Eigentumsrechte und die schwedische Gastfreundschaft und vermeiden Bußgelder oder Konflikte.

Wie finde ich geeignete Camping- und Stellplätze in Schweden?

Schweden ist hervorragend auf Camper eingestellt, und es gibt eine große Auswahl an Camping- und Stellplätzen – von einfachen Naturplätzen bis zu komfortablen Anlagen mit Servicegebäuden, Sauna und Restaurant. Planen können Sie mit dem ADAC Camping- und Stellplatzführer, entsprechenden Apps sowie Websites, auf denen Bewertungen, Ausstattung und Lage ersichtlich sind. Die ADAC Campingkarte „Camping Key Europe“ bietet auf vielen Plätzen Vorteile und vergünstigte Tarife. Es lohnt sich, in beliebten Regionen und an Wochenenden frühzeitig zu reservieren, während in ruhigen Gegenden oft eine spontane Anreise möglich ist.

Wie teuer ist ein Camperurlaub in Schweden ungefähr?

Schweden liegt beim allgemeinen Preisniveau etwas über dem mitteleuropäischen Durchschnitt, was sich insbesondere bei Lebensmitteln, Restaurantbesuchen und Campingplatzgebühren bemerkbar machen kann. Mit Selbstversorgung im Camper, gezielter Auswahl von Campingplätzen und dem Nutzen von Rabatten lässt sich das Budget gut steuern. Fähren, Mautausnahmen und vergleichsweise günstige oder kostenlose Naturaktivitäten wie Wandern, Baden und Paddeln gleichen einen Teil der höheren Kosten wieder aus. Wer außerhalb der stärksten Ferienzeiten reist, findet häufig attraktivere Preise und mehr Verfügbarkeit.

Kann ich meinen Hund mit nach Schweden nehmen?

Viele Campingplätze in Schweden sind hundefreundlich, und lange Spaziergänge in Wald und am Wasser sind ideal für vierbeinige Begleiter. Vor der Einreise müssen jedoch die Einreisebestimmungen für Haustiere beachtet werden, etwa gültige Impfung und Kennzeichnung. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Tierarzt und den zuständigen Behörden über die aktuellen Vorgaben, damit alle Dokumente vollständig sind. Unterwegs sollten Sie Regelungen zur Leinenpflicht und Hinweise in Naturreservaten sowie die Rücksicht auf Wildtiere beachten.

ADAC Reisen

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